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Aufgrund des komplexen Herstellungsprozesses von Surfboards beeinflussen die verwendeten Materialien den Produktionsaufwand erheblich. Die Preisspanne zwischen Surfboards aus unterschiedlichen Materialien ist dementsprechend deutlich ausgeprägt. Handgefertigte Surfboards werden bis zu einem gewissen Grad sogar als Kunstwerke betrachtet. Das Herzstück eines Surfboards – der Kern – ist dessen zentraler Bestandteil; er bestimmt maßgeblich die Form, die Leistungsfähigkeit und letztlich auch den Preis des Boards. Der Boardkern besteht in der Regel aus Schaumstoffen geringer Dichte, was es ermöglicht, bei leistungsstarken Surfboards ein geringeres Gewicht zu erzielen, ohne dabei die erforderliche Stabilität einzubüßen.
Aufbau eines Surfboards
Die allgemeine Struktur eines Surfboards lässt sich vereinfacht in drei Schichten unterteilen: Kiel, Boardkern und äußere Umhüllungsschicht.

- Kiel: Traditionelle Surfboards sind im Allgemeinen mit einem Kiel ausgestattet, der nicht nur die Stabilität des Boards erhöht, sondern auch dessen Verformung verhindert. Im Zuge der Weiterentwicklung der Materialtechnologie verzichten viele Surfboards mittlerweile auf die Kielstruktur oder ersetzen diese durch Verstärkungen aus Carbonfasern.
- Boardkern: Er bildet das Herzstück des Surfboards. Er bestimmt maßgeblich dessen Form, Leistungsfähigkeit und letztlich auch den Preis. Der Boardkern besteht üblicherweise aus Schaumstoffen geringer Dichte; dies ermöglicht es Hochleistungs-Surfboards, ein geringes Gewicht zu erreichen, ohne dabei an der erforderlichen Stabilität einzubüßen.
- Äußere Umhüllungsschicht: Hierbei handelt es sich um die schützende Schicht, die den Boardkern umschließt. Während der Boardkern primär für den Auftrieb sowie eine gewisse Grundstabilität des Surfboards sorgt, bietet er keinerlei Widerstand gegen äußere Stoßeinwirkungen, punktuelle Druckbelastungen oder die korrosive Wirkung von Salzwasser. Aus diesem Grund muss das Surfboard durch eine äußere Umhüllungsschicht geschützt werden.
Gängige Kernmaterialien für Surfboards
Das ursprüngliche Surfboard war ein langes Holzbrett, das vollständig aus reinem Holz gefertigt und sehr dick war. Heutzutage sind uns hölzerne Surfboards fast gänzlich unbekannt. Die im Handel üblichen Kerne für Surfboards bestehen im Allgemeinen aus expandiertem Polystyrol (EPS), Polyurethan (PU), Polystyrol (PS) und extrudiertem Polystyrol (XPS).
- Polystyrol (PS)
PS ist leicht und verfügt über einen hohen Auftrieb, seine Festigkeit ist jedoch sehr gering. Daher wird PS im Allgemeinen nicht für die Herstellung professioneller Surfboards verwendet, sondern kommt lediglich bei Freizeit-Surfboards für Kinder, kürzeren Boards oder Anfängerboards zum Einsatz. Surfboards aus PS-Material zeichnen sich zwar durch einen hohen Auftrieb aus, ihre Festigkeit und Langlebigkeit sind jedoch stark eingeschränkt.
- Expandiertes Polystyrol (EPS)
EPS ist ein weiterentwickeltes Material auf Basis von Polystyrol (PS), das auch als hochdichtes Polystyrol bekannt ist. Bei EPS handelt es sich um einen hochdichten Schaumstoff, der sich durch geringes Gewicht und hohe Festigkeit auszeichnet. EPS-Reste lassen sich recyceln und wiederverwenden, wodurch das Material als verhältnismäßig umweltfreundlich gilt.
Schaumstoffmaterial. Da es jedoch sehr schwierig ist, EPS manuell in Form zu bringen, werden die meisten EPS-Surfboards im maschinellen Formgussverfahren hergestellt. Folglich hängt die Form von EPS-Surfboards maßgeblich von der jeweiligen Herstellerform ab, was eine individuelle Anpassung in Kleinserien erschwert. Dies führt zu Einschränkungen hinsichtlich der Formgebung und Funktionalität der Surfboards. Gleichzeitig zählen EPS-Surfboards – gerade weil sie sich für die Massenproduktion eignen – im Vergleich zu anderen Materialien für den Boardkern zu den verhältnismäßig kostengünstigen Optionen.
- Polyurethan (PU)
PU ist ein synthetischer Polymerschaumstoff, der sich durch gute Flexibilität und Langlebigkeit auszeichnet. Gleichzeitig verleiht er dem Surfboard eine höhere Torsionssteifigkeit. PU-Material ist jedoch äußerst umweltschädlich: Nicht nur lassen sich die bei der Formgebung anfallenden Materialreste nicht recyceln, auch die Zersetzungsrate von PU in der Natur ist extrem langsam. Der Kern aus PU-Schaum weist während des Herstellungsprozesses eine extrem hohe Formbarkeit auf. Er wird in der Regel von Hand geformt und lässt sich individuell an jede gewünschte Länge sowie an spezielle Formen und Funktionsanforderungen anpassen. Obwohl PU-Materialien unter normalen Umständen sehr langlebig sind, kann der PU-Kern dennoch Wasser aufnehmen und rasch altern, falls die äußere Schutzschicht durch Kratzer oder Risse beschädigt wird. Dies kann dazu führen, dass der Schaum aufplatzt, vergilbt oder spröde wird. Die Druckfestigkeit von PU ist vergleichsweise gering; bei punktueller Belastung durch Stöße kann der PU-Kern daher leicht eingedellt oder eingedrückt werden.
- Extrudiertes Polystyrol (XPS)
Der Kern aus XPS-Platten nimmt kein Wasser auf, lässt sich leicht formen und weist eine gleichmäßige Biegecharakteristik auf; zudem ist er umweltfreundlicher als PU. Die Dichte des XPS-Kernmaterials ähnelt der von PU-Material, liegt jedoch etwas höher als die von EPS. Aufgrund der ausgeprägten Hydrophobie von XPS nimmt das Material selbst dann weder an Gewicht zu noch altert es durch Wasseraufnahme, wenn der beschädigte Kern des Surfboards Meerwasser ausgesetzt ist. Diese Eigenschaft erschwert jedoch auch das Anbringen der äußeren Ummantelungsschicht. Bei Surfboards mit XPS-Kernmaterial kommt es daher häufig bereits vor Ablauf ihrer eigentlichen Nutzungsdauer zu Delaminationen.
Vorteile und Nachteile
| Material | Vorteile und Nachteile |
| PS | • Geringe Dichte • Geringe Festigkeit und leicht zu beschädigen • Geringer Preis • Nimmt leicht Wasser auf • Umweltfreundlich |
| EPS | • Geringe Dichte • Hohe Festigkeit, geringe Durchbiegung • Fairer Preis • Nimmt leicht Wasser auf • Umweltfreundlich |
| PU | • Mittlere Dichte • Höhere Intensität • Nicht wasserbeständig • Schwer auf natürliche Weise abbaubar |
| XPS | • Mittlere Dichte • Hohe Festigkeit • Hoher Preis • Nimmt kein Wasser auf. • Umweltfreundlich |
Gibt es ein perfekteres Schaumkernmaterial, das sämtliche Leistungsaspekte vereint? Ja, selbstverständlich – das von TOPOLO für Surfboards entwickelte PMI-Schaumkernmaterial ist in dieser Hinsicht ein hervorragendes Material.
Neues Surfboard-Kernmaterial – PMI-Schaum
PMI-Strukturschaum ist ein geschlossenzelliger, starrer Schaumstoff, der aus einem Copolymer aus Methacrylsäure (MAA) und Methacrylnitril (MAN) geschäumt wird. Es handelt sich um einen neuartigen polymeren Strukturschaumwerkstoff, der derzeit die besten Gesamteigenschaften aufweist. Er zeichnet sich durch geringes Gewicht, hohe Festigkeit sowie Beständigkeit gegenüber hohen und tiefen Temperaturen aus. Der einzige Faktor, den Sie berücksichtigen müssen, ist sein Preis.
- Hochtemperaturbeständigkeit: PMI-Schaum behält seine stabile Leistungsfähigkeit auch in Umgebungen mit hohen Temperaturen bei und verfügt über eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber hochenergetischen Einwirkungen. Dank einer Wärmeformbeständigkeit von 180 bis 240 °C kann er üblicherweise auch bei erhöhten Temperaturen eingesetzt werden.
- Chemische Beständigkeit: PMI-Schaum weist eine gute Stabilität gegenüber zahlreichen Chemikalien auf und ist unempfindlich gegenüber chemischen Angriffen.
- Wärmedämmung: Er zeichnet sich durch eine extrem geringe Wärmeleitfähigkeit sowie hervorragende wärmedämmende Eigenschaften aus.
- Druckfestigkeit: Die spezifische Festigkeit und der spezifische Modul von PMI sind höher als die von PU und PVC. Das Material verfügt über eine gute Druckfestigkeit und bewahrt seine strukturelle Stabilität auch unter Einwirkung von hohem Druck.
- Einfache Verarbeitung: PMI-Schaum lässt sich leicht verarbeiten; durch Schneiden, Formgeben und weitere Bearbeitungsverfahren können daraus Produkte unterschiedlichster Formen und Größen gefertigt werden.
- Umweltfreundlichkeit: Frei von Freonen und Halogenen.
- Flammhemmung: PMI besitzt eine gute Feuerbeständigkeit; bei Verbrennung entsteht nur eine sehr geringe Rauchentwicklung, und es werden keine toxischen Substanzen freigesetzt.

